Die Landwirtschaft in der Nationalparkregion (NPR)

Wie in allen alpinen Regionen der Schweiz bildet auch in der NPR die Landwirtschaft einen wesentlichen Teil des wirtschaftlichen und kulturellen Daseins. Das Pflegen des Alpenraums und die dezentrale Besiedelung sind neben der Produktion von hochwertigen Nahrungsmitteln die heutigen Hauptaufgaben der einheimischen Landwirte.

Die grössten Anteile an der landwirtschaftlichen Produktion finden wir bei der Milch und beim Fleisch. Die Milch wird mehr oder weniger zu 100% in der Region zu Milchprodukten (hauptsächlich Käse) verarbeitet. Das Fleisch stammt zum grossen Teil aus Mutterkuhbeständen, wo die Kälber unter dem Label „Natura-Beef“ vermarktet werden. Neben diesen beiden Hauptzweigen ist auch die Schafhaltung sehr verbreitet, während die Ziegen in den letzten Jahrzehnten immer mehr verschwunden sind. Bei allen Produktionsrichtungen ist in den letzten Jahren der Anteil an Direktvermarktern stark gestiegen, sodass vielerorts die Konsumenten direkt beim Bauern die Produkte beziehen können.

Nebst der Arbeit im Tal ist sicherlich auch die Alpwirtschaft einer der wichtigsten Bestandteile der Landwirtschaft in der NPR. Jeden Sommer pflegen die Tiere unsere wunderbare Bergwelt, damit sie sich bei Einheimischen und Gästen noch schöner präsentieren kann. Auch kulturell wäre unsere Region ohne Alpen kaum vorstellbar, denn sie sind oftmals Zeugnis von uralten Geschichten.

Die momentanen Herausforderungen auf den einzelnen Bauernbetrieben sind enorm und über kurz oder lang ist auch hierzulande mit einer Reduktion der Betriebe zu rechnen. Es bleibt nur zu hoffen, dass unsere schöne Kulturlandschaft auch in Zukunft immer noch in der gleichen Qualität wie3 heute gepflegt werden kann. Mit den stets wachsenden Betriebsgrössen wird das eine der grössten Herausforderungen der Zukunft sein und kann nur dann gewährleistet werden, wenn trotz den „Strukturbereinigungen“ immer noch genügend Landwirte in der Nationalparkregion ihren Lebensunterhalt verdienen können.

 

Informationen über das Projekt Landwirtschaft und Tourismus: gemeinsam vorankommen